
Wie man einem Rückfall des Klumpfußes vorbeugt – entscheidend ist die richtige Nachsorge
5. August 2025
Die Behandlung des Pes equinovarus congenitus, bekannt als Klumpfuß, ist ein komplexer und langwieriger Prozess, der nicht nur fachliche Betreuung, sondern vor allem die aktive Mitarbeit von Eltern und Kind erfordert. Nach der erfolgreichen Korrekturphase, in der der Fuß schrittweise in die richtige Stellung gebracht wird, folgt die Erhaltungsphase. Gerade sie ist entscheidend dafür, dass die richtige Stellung des Fußes dauerhaft erhalten bleibt – und damit für ein weiteres Leben ohne Einschränkungen.
In den ersten drei Monaten nach der Korrekturphase trägt das Kind spezielle Schienen (Orthesen) fast ununterbrochen – bis zu 23 Stunden am Tag. Anschließend wird die Tragezeit schrittweise auf 12 bis 14 Stunden täglich verkürzt; in der Regel werden die Schienen dann nachts getragen. Diese Erhaltungsphase dauert bis zum fünften Lebensjahr des Kindes. In der Zeit ohne Schienen ist es wichtig, den Füßen mit geeigneten knöchelhohen Schuhen Stabilität zu geben.
Regelmäßige Kontrollen beim Orthopäden und offene Kommunikation
Nach dem Anlegen der Schienen folgt bereits nach einer Woche die erste Kontrolle beim Orthopäden. Bei diesem Besuch prüfen die Fachleute den richtigen Umgang mit den Schienen, beantworten die Fragen der Eltern und geben die nötige Unterstützung. Der Behandlungsverlauf erfordert eine dauerhafte und offene Kommunikation zwischen Ärzten, Eltern und Kind.
Mit zunehmendem Alter kann das Kind Widerstand gegen das Tragen der Schienen entwickeln. Das ist üblich, kann aber auf Unbehagen oder andere Komplikationen zurückgehen, die rechtzeitig mit den Fachleuten gelöst werden müssen. Die Ponseti Clinic bietet Eltern deshalb laufende Unterstützung und Beratung, damit die Behandlung möglichst reibungslos und wirksam verläuft.
Die Eltern werden zum regelmäßigen Dehnen der Muskeln und Sehnen angeleitet, das für den Erhalt ihrer Elastizität und Kraft unerlässlich ist. Die täglichen Übungen werden Teil der alltäglichen Fußpflege und tragen wesentlich zum Erfolg der Behandlung mit der Ponseti-Methode bei.
Physiotherapie zur Unterstützung der richtigen Entwicklung
Ein unverzichtbarer Teil der Erhaltungsphase ist regelmäßige Physiotherapie, idealerweise mindestens einmal pro Woche. Physiotherapeuten kräftigen geschwächte Muskeln, verbessern die Motorik und fördern zugleich die psychomotorische Entwicklung, die bei Kindern mit Klumpfuß leicht verzögert sein kann, und zwar um 2 bis 3 Monate.
Dank der Kombination aus fachlicher Betreuung und aktiver Mitwirkung der Eltern haben die meisten Kinder die Chance, mit gesunden, voll funktionsfähigen Füßen ohne Einschränkungen im Alltag aufzuwachsen. Wird die Behandlung konsequent durchgeführt, sinkt das Risiko eines Rückfalls auf nur 5 %.
Wurde bei Ihrem Baby gerade ein Klumpfuß diagnostiziert, wenden Sie sich gerne an uns. In der Ponseti Clinic bieten wir Ihnen fachliche Unterstützung und begleiten Sie und Ihr Kind auf dem gesamten Behandlungsweg, damit Sie gemeinsam in eine gesunde und aktive Zukunft starten.
Wir sind die Ponseti Clinic
Wir geben Kraft, wieder aufzustehen.